Deutsche und italienische Suchanfragen verändern lokale Sichtbarkeit in Südtirol

KI-generiert
08.10.2026 37 mal gelesen 1 Kommentare

Wie Südtiroler heute einen Betrieb finden

Wer in Südtirol einen Zahnarzt, Elektriker oder Friseur sucht, nutzt meist Google. Laut Südtirol News greifen jedoch immer mehr Menschen auch auf ChatGPT und andere künstliche Intelligenz zurück. Für lokale Betriebe bedeutet das, dass ihre Auffindbarkeit nicht nur von der Suchmaschine, sondern zunehmend auch von Sprache und KI-Systemen abhängt.

Die Meraner Agentur Rankprofi hat untersucht, wie sich deutsch- und italienischsprachige Suchanfragen auf die Ergebnisse auswirken. Dafür wurden 29 vergleichbare Suchpaare für Bozen, Meran, Brixen und Bruneck ausgewertet. Das Ergebnis zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Sprachversionen.

In Bozen lag bei 13 von 14 Suchpaaren die italienische Variante im Ahrefs-Italien-Datensatz höher. Für Meran ergab sich ein ausgeglichenes Verhältnis von 4 zu 4. In Brixen und Bruneck war bei 4 von 6 Suchpaaren die deutsche Variante stärker vertreten.

OrtErgebnis der Suchpaare
Bozen/BolzanoBei 13 von 14 Paaren lag die italienische Variante höher.
Meran/Merano4 zu 4
Brixen/Bressanone und Bruneck/BrunicoBei 4 von 6 Paaren lag die deutsche Variante höher.

Auch die konkreten Treffer unterscheiden sich je nach Sprache. Bei 17 Suchpaaren verglich Rankprofi die ersten zehn Google-Ergebnisse. Von 101 lokalen Betriebstreffern, die bei den deutschen Suchanfragen erschienen, fanden sich nur 36 mit derselben Website auch in den italienischen Top 10.

Zusätzlich wurde untersucht, wie häufig Google eine Karte mit Unternehmensprofilen anzeigt. Bei 28 von 34 erfassten Suchen erschien eine solche Karte. Damit spielen neben den organischen Suchergebnissen auch Google Maps und die dort hinterlegten Unternehmensdaten eine wichtige Rolle.

Google bleibt in Italien laut den im Artikel genannten Statcounter-Daten aus August 2026 mit rund 89 Prozent Marktanteil die wichtigste Suchmaschine. Gleichzeitig gewinnt die Suche über KI an Bedeutung. In einem durchgeführten Test nannte ChatGPT je nach verwendeter Sprache unterschiedliche Betriebe.

Für Unternehmen kommt es deshalb auf klare und einheitliche Angaben im Internet an. Die sogenannte GEO-Optimierung soll dazu beitragen, dass ein Betrieb nicht nur in klassischen Suchergebnissen, sondern auch in Google Maps und KI-Antworten berücksichtigt wird.

Als praktischen Selbsttest empfiehlt Rankprofi, den eigenen Betrieb jeweils auf Deutsch und Italienisch zu suchen. Ein Friseur in Meran kann beispielsweise zunächst „Friseur Meran“ und anschließend „parrucchiere Merano“ eingeben und prüfen, ob das Unternehmen bei beiden Suchanfragen erscheint.

Rankprofi bietet laut Südtirol News eine kostenlose Prüfung an, wie gut ein Betrieb bei Google, in Google Maps und in KI-Antworten auffindbar ist. Die Agentur wird im Artikel als SEO- und GEO-Agentur aus Meran beschrieben.

„Die Sprache hängt vom Ort ab.“

Zusammenfassung: Die Suchsprache beeinflusst, welche lokalen Betriebe in Südtirol sichtbar werden. Die Untersuchung von Rankprofi zeigt Unterschiede zwischen deutschen und italienischen Suchanfragen, während Google Maps und KI-Dienste zusätzliche Möglichkeiten und Herausforderungen für Unternehmen schaffen.

Quellen:

Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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Spannendes Thema, gerade weil man oft denkt Google zeigt jedem einfach das selbe an. Das mit den 13 von 14 italienischen Suchanfragen in Bozen ist schon ziemlich deutlich, wobei ich mich frage ob da auch mit reinspielt das viele Betriebe ihre Seiten auf italienisch besser pflegen oder die Namen halt anders eingetragen sind. Bei Google Maps ist das ja manchmal sowieso ein kleines chaos, einmal findet man den Laden unter dem deutschen Namen, dann wieder unter der italienischen Bezeichnung und manchmal wird noch eine alte Telefonnummer angezeigt.

Die 36 von 101 gleichen Webseiten fand ich auch überraschend wenig. Andererseits suchen Leute in den zwei Sprachen vieleicht wirklich nach etwas anderem und nicht nur nach der übersetzung. Ein „Zahnarzt Bozen“ kann ja eine andere Zielgruppe sein als „dentista Bolzano“, besonders wenn manche lieber lokale Empfehlungen wollen und andere eher nach Bewertungen schauen. Ob Google sowas genau auseinander hält weis ich aber nicht.

Das mit ChatGPT ist noch etwas schwierig einzuschätzen, weil dort ja wahrscheinlich nicht jedesmal die gleichen Antworten kommen. Wenn man zehn mal fragt bekommt man vielleicht zehn verschiedene Friseure genannt, je nachdem wie die Frage formuliert ist. Trotzdem sollten Unternehmen ihre Öffnungszeiten und Adresse überall aktuell halten, sonst empfiehlt die KI am Ende einen Betrieb der schon seit zwei Jahren umgezogen ist. Ist mir bei Restaurants schon öfter passiert, nicht unbedingt mit KI sondern allgemein im Internet.

Ich finde den Selbsttest deshalb ganz sinnvoll, nur würde ich auch den Ort dazuschreiben und verschiedene Formulierungen probieren. Also nicht nur Friseur Meran sondern vielleicht Damenfriseur Meran, Haare schneiden Meran oder parrucchiere vicino Merano. Sonst glaubt man schnell man ist unsichtbar, obwohl man nur genau den falschen Suchbegriff benutzt hatt.

Bei der kostenlosen Prüfung von Rankprofi bin ich allerdings immer ein bischen vorsichtig, weil solche Angebote meistens natürlich auch Werbung für die eigene Agentur sind. Das muss nicht schlecht sein, aber man sollte sich die Ergebnisse trotzdem selber anschauen und nicht gleich alles buchen was empfohlen wird. GEO klingt für mich noch nach einem ziemlich neuen Modewort, vermutlich ist damit einfach gemeint das Inhalte so geschrieben werden das Suchmaschinen und KI sie besser verstehen. Am Ende zählen wahrscheinlich trotzdem gute Bewertungen, klare Daten und das die Webseite nicht aussieht wie von 2011.

Der Satz „Die Sprache hängt vom Ort ab“ passt eigentlich gut, auch wenn die Sache in Wirklichkeit bestimmt noch komplizierter ist. Bozen ist eben nicht ganz gleich wie Bruneck oder Brixen, und in Meran sind wahrscheinlich Touristen, Italiener und deutschsprachige Einheimische alle gleichzeitig unterwegs. Für lokale Geschäfte wird es dadurch jedenfalls wichtiger nicht nur eine übersetzte Seite hinzustellen, sondern beide Zielgruppen richtig anzusprechen. Sonst findet der Kunde am Ende den Konkurenten nur weil der ein ä übersehenes italienisches Profil besser ausgefüllt hat.
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