GEO und KI-Sichtbarkeit werden für Unternehmen immer wichtiger

KI-generiert
04.09.2026 87 mal gelesen 4 Kommentare

GEO und KI-Sichtbarkeit verändern die digitale Auffindbarkeit

Die digitale Suche entwickelt sich von klassischen Suchmaschinen hin zu einer Informationsumgebung, in der generative KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini, Claude und Perplexity zunehmend Empfehlungen, Zusammenfassungen und Vergleiche liefern. Unternehmen, Agenturen und Selbstständige stehen deshalb vor der Aufgabe, ihre Informationen so aufzubereiten, dass sie von Suchmaschinen und KI-Systemen eindeutig erkannt, eingeordnet und als relevante Quelle berücksichtigt werden können.

GEO-Optimierung erweitert klassische SEO

Wie openPR unter dem Titel „GEO Optimierung: Sichtbarkeit in der neuen Welt der KI-Suche“ berichtet, gewinnt neben Google die Sichtbarkeit in KI-Suchmaschinen und generativen Suchergebnissen an Bedeutung. Tim Neumann beschäftigt sich demnach mit Generative Engine Optimization, kurz GEO, und zeigt Unternehmen Möglichkeiten auf, ihre digitale Sichtbarkeit in der veränderten Suchlandschaft weiterzuentwickeln.

Während klassische Suchmaschinenoptimierung darauf abzielt, Webseiten möglichst weit oben in den Suchergebnissen zu platzieren, verfolgt GEO einen erweiterten Ansatz. Inhalte sollen so aufbereitet werden, dass KI-Systeme sie als relevante, vertrauenswürdige und hilfreiche Quelle erkennen und bei passenden Nutzeranfragen berücksichtigen.

„Unternehmen müssen heute nicht mehr nur bei Google gefunden werden. Entscheidend wird zunehmend auch die Frage, ob ein Anbieter in den Antworten von KI-Systemen erscheint“, erklärt Tim Neumann, Inhaber einer GEO Agentur.

Nach Darstellung von openPR verbindet GEO hochwertige Inhalte, klare Informationen, fachliche Expertise und eine technisch gut strukturierte Website. Unternehmen können dadurch zusätzliche Suchkanäle erreichen und potenzielle Kunden bereits während der Recherche ansprechen.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Qualität und Verständlichkeit digitaler Inhalte. Unternehmen, die Leistungen, Kompetenzen und relevante Fachthemen nachvollziehbar darstellen, schaffen laut der Meldung eine wichtige Grundlage für ihre Auffindbarkeit in generativen Suchumgebungen.

Infobox – openPR: GEO ergänzt klassische SEO um die Ausrichtung auf generative Suchsysteme. Im Mittelpunkt stehen hochwertige Inhalte, klare Informationen, fachliche Expertise und eine technisch gut strukturierte Website.

KI Booster verbindet Analyse, Datenstruktur und Publikation

Swiss-Press.com berichtet am 03.09.2026 um 10:33 Uhr über den Beitrag „KI Booster und GEO: Was Unternehmen für KI-Sichtbarkeit brauchen“. Demnach beschäftigen sich Unternehmen zunehmend mit der Frage, wie sie in ChatGPT, Gemini, Claude, Perplexity und anderen KI-Systemen sichtbar werden.

Rund um GEO entstehen laut Swiss-Press.com neue Beratungsangebote, Analysen und KI-Sichtbarkeits-Scores. Die Analyse sei jedoch nur ein Teil der Aufgabe. Klare Strukturen, konsistente Verknüpfungen und ein nachvollziehbares digitales Publikationsumfeld könnten Voraussetzungen schaffen, damit Unternehmensinformationen für Suchmaschinen und KI-Systeme auffindbar und eindeutig einordenbar sind.

KI-Audits, Relevanzanalysen und Sichtbarkeits-Scores können Hinweise darauf geben, bei welchen Themen ein Unternehmen bereits in KI-Antworten vorkommt, welche Informationen fehlen und wie verständlich sowie strukturiert der Internetauftritt ist. Swiss-Press.com weist zugleich darauf hin, dass generative KI-Systeme nicht bei jeder Anfrage identische Antworten liefern. Ergebnisse können sich abhängig von Fragestellung, Modell, Zeitpunkt und verfügbarem Informationsbestand unterscheiden.

Ein KI-Sichtbarkeitswert sei deshalb vor allem ein Analyseinstrument. Er könne Verbesserungspotenzial aufzeigen, garantiere jedoch weder eine dauerhafte Erwähnung noch eine Empfehlung durch ChatGPT, Gemini, Claude oder andere Systeme.

Für die Umsetzung nennt Swiss-Press.com unter anderem aktuelle und konsistente Angaben zu Unternehmensname, Standort, Branche, Dienstleistungen, Firmenidentifikatoren, Medienmitteilungen und Veranstaltungen. Zusätzlich könnten strukturierte Daten nach Schema.org, beispielsweise im JSON-LD-Format, Informationen über Unternehmen, Nachrichtenartikel, Veranstaltungen oder Datensätze kennzeichnen.

Auch eindeutige URLs, Firmen-ID oder UID, Publikations- und Aktualisierungsdaten, Quelleninformationen, Canonical-URLs, Sitemaps und interne Verknüpfungen liefern demnach maschinenlesbaren Kontext. Diese Maßnahmen seien kein Garant für eine Erwähnung durch ein KI-System, könnten aber die technische Auffindbarkeit, maschinenlesbare Einordnung und eindeutige Zuordnung unterstützen.

BereichGenannte Elemente
UnternehmensdatenUnternehmensname, Standort, Branche, Dienstleistungen, Firmenidentifikatoren
Strukturierte DatenSchema.org, JSON-LD
Technischer KontextEindeutige URLs, Firmen-ID oder UID, Publikations- und Aktualisierungsdaten, Quelleninformationen, Canonical-URLs, Sitemaps, interne Verknüpfungen

Der KI Booster von HELP.CH soll Unternehmensinformationen nicht als isolierte Einzelseiten behandeln, sondern in einen strukturierten Zusammenhang stellen. Der Ablauf wird in vier Schritte gegliedert: Erfassen, strukturieren, verknüpfen und publizieren.

Firmenangaben, Medieninhalte, Veranstaltungen und Wirtschaftsdaten werden erfasst und je nach Inhalt mit strukturierten Daten ausgezeichnet. Über Firmen-ID, UID, Profil-URLs und interne Verknüpfungen können Inhalte anschließend einem Unternehmen oder einer Organisation zugeordnet werden.

Publiziert werden die Informationen innerhalb des HELP.CH-Netzwerks. Dazu gehören laut Swiss-Press.com unter anderem Firmenprofile auf HELP.CH, Swiss-Press.com, Eventkalender.ch, NewStartup.ch und Firmenstatistik.ch.

Das Konzept richtet sich auch an Kommunikations-, PR-, SEO- und Digitalagenturen. Agenturen können demnach Strategie, Kommunikation, Inhalte und Kundenbetreuung übernehmen, während der KI Booster Datenstruktur, Verknüpfung und Publikationsinfrastruktur bereitstellt.

„Bei KI-Sichtbarkeit wird derzeit viel über Analysen, Scores und einzelne Optimierungsmaßnahmen gesprochen. Diese Instrumente sind sinnvoll. Entscheidend ist aber die Umsetzung danach. Informationen müssen strukturiert, aktuell, nachvollziehbar und dauerhaft digital verfügbar sein. Wir sehen den KI Booster deshalb nicht als Ersatz für Agenturleistungen, sondern als Infrastruktur, auf der Unternehmen und Agenturen aufbauen können“, sagt Nishan Ulagarajah, CEO der HELP Media AG.

Infobox – Swiss-Press.com: Der KI Booster setzt auf die Verbindung von Unternehmensdaten, strukturierten Informationen, internen Verknüpfungen und Publikationsinfrastruktur. Analysen können Handlungsbedarf zeigen, ersetzen aber nicht die anschließende Umsetzung.

Selbstständige benötigen technische Klarheit und fachlichen Content

TopTechNews beschreibt in „Wie Selbstständige im Zeitalter von KI und Suchmaschinen digital präsent bleiben“ den Wandel der digitalen Landschaft. Eine gut gestaltete Website, klassische SEO-Maßnahmen für Google und Bing sowie Werbung in sozialen Netzwerken funktionieren demnach weiterhin, reichen aber nicht mehr als alleinige Grundlage aus.

Immer mehr Menschen befragen laut TopTechNews sprach- und textbasierte KI-Assistenten nach Empfehlungen, Dienstleistern und Lösungen. Für Freiberufler, Consultants und kleine Unternehmen stellt sich dadurch die Frage, wie sie auf mehreren Plattformen gleichzeitig sichtbar bleiben und als Experten wahrgenommen werden.

Die Ergebnisseiten von Google und Bing bestehen dem Beitrag zufolge längst nicht mehr nur aus zehn blauen Links. KI-generierte Zusammenfassungen, hervorgehobene Snippets und visuelle Elemente prägen die Suche. Parallel nutzen Menschen KI-Systeme, um Antworten auf komplexe Fragen zu erhalten oder Dienstleister miteinander zu vergleichen.

TopTechNews hebt hervor, dass KI-Systeme Informationen anders verarbeiten als klassische Index-Suchmaschinen. Sie greifen auf Webwissen zurück, filtern und gewichten Informationen jedoch nach anderen Mustern. Wer in dieser digitalen Informationsbeschaffung nicht vorkommt, könne schrittweise den Anschluss an die eigene Zielgruppe verlieren.

Als technische Grundlage nennt TopTechNews eine übersichtliche Informationsarchitektur. Schema.org-Auszeichnungen helfen demnach dabei, Kontaktdaten, angebotene Dienstleistungen, Bewertungen und Standorte eindeutig zu klassifizieren. Eine saubere Semantik soll Suchmaschinen und KI-Anwendungen dabei unterstützen, die Problemstellungen zu verstehen, die ein Selbstständiger für seine Kunden löst.

Bei den Inhalten reiche es nicht mehr aus, Texte mit bestimmten Schlüsselwörtern anzureichern. Moderne Qualitätskriterien wie E-E-A-T – Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit – stehen laut TopTechNews im Mittelpunkt. Tiefgehendes Fachwissen, echte Praxisbeispiele und eigenständige Perspektiven können die Chance erhöhen, von KIs zitiert oder in den Top-Ergebnissen der Suchmaschinen platziert zu werden.

Der Beitrag nennt für den Aufbau digitaler Entitäten und Markenautorität mehrere Faktoren:

  • Konsistente Datenprofilierung: Name, Adresse, Berufsbezeichnung und Kernkompetenzen sollten auf Website, Branchenverzeichnissen und sozialen Netzwerken identisch aufbereitet sein.
  • Erwähnungen auf Fachportalen: Zitate, Interviews und Gastbeiträge auf angesehenen Plattformen können den Status als Autorität festigen.
  • Echte Kundenbewertungen: Bewertungen auf Plattformen wie Google Business Profile dienen als Signal für Vertrauenswürdigkeit.
  • Verlinkungen und Referenzen: Empfehlungen und Verweise aus dem eigenen Netzwerk können die Relevanz in der Branche unterstreichen.

GEO wird von TopTechNews als Ergänzung zur klassischen SEO eingeordnet. Während SEO auf eine gute Platzierung für bestimmte Suchanfragen abzielt, soll GEO dazu beitragen, von KI-Systemen als Quelle oder Handlungsempfehlung ausgewählt zu werden.

KI-Systeme bevorzugen dem Beitrag zufolge logisch gegliederte, sprachlich klare und inhaltlich korrekte Datenquellen. Wer häufig von vertrauenswürdigen Quellen zitiert wird und direkte Antworten auf typische Branchenfragen liefert, kann bei der Generierung von Antworten bevorzugt berücksichtigt werden.

TopTechNews sieht die zunehmende Verbindung von Suchmaschinen und KI als Chance für Selbstständige. Technische Sauberkeit, echter Content-Mehrwert und der systematische Aufbau einer starken Marke werden als Grundlage für dauerhafte digitale Reichweite beschrieben.

Infobox – TopTechNews: Selbstständige sollen technische Auffindbarkeit, fachlich fundierte Inhalte und eine konsistente Markenpräsenz verbinden. Schema.org, E-E-A-T, Praxisbeispiele, Fachportal-Erwähnungen und echte Kundenbewertungen werden als wichtige Bestandteile genannt.

Gemeinsame Kernaussagen der Quellen

Alle drei Quellen beschreiben GEO als Erweiterung der klassischen Suchmaschinenoptimierung. Im Mittelpunkt steht nicht allein die Platzierung in Trefferlisten, sondern die Frage, ob KI-Systeme ein Unternehmen, seine Leistungen, seine Expertise und die dazugehörigen Quellen eindeutig erkennen können.

Die Beiträge betonen außerdem, dass technische Maßnahmen allein keine dauerhafte Sichtbarkeit garantieren. Aktuelle und konsistente Informationen, nachvollziehbare Quellen, strukturierte Daten, verständliche Inhalte und ein vernetztes digitales Umfeld bilden gemeinsam die Grundlage für eine bessere Einordnung durch Suchmaschinen und generative KI-Systeme.

Gemeinsamer SchwerpunktAussage der Quellen
SEO und GEOGEO ergänzt klassische SEO um die Auffindbarkeit in generativen Suchsystemen.
InhaltsqualitätKlare, verständliche, fachlich fundierte und nachvollziehbare Informationen sind zentral.
Technische StrukturStrukturierte Daten, eindeutige Zuordnungen und konsistente Informationen unterstützen die maschinenlesbare Einordnung.
Analyse und UmsetzungAudits und Sichtbarkeits-Scores können Handlungsbedarf zeigen, garantieren aber keine dauerhafte Erwähnung.
Digitale PräsenzDie eigene Website ist nur ein Teil des digitalen Gesamtbildes aus Websites, Verzeichnissen, Medienportalen, Fachplattformen und weiteren Quellen.

Zusammenfassung: Der Pressespiegel zeigt GEO als Zusammenspiel aus hochwertigem Content, technischer Struktur, konsistenten Unternehmensdaten und einem nachvollziehbaren Publikationsumfeld. Sichtbarkeit in KI-Systemen wird dabei als fortlaufende Aufgabe beschrieben, bei der Analyse, Beratung, Datenpflege und Veröffentlichung ineinandergreifen.

Quellen:

Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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Ich finde den Grundgedanken durchaus nachvollziehbar: Wer heute nur eine hübsche Website hat und ansonsten digital kaum Spuren hinterlässt, wird es vermutlich schwerer haben. Gerade bei Selbstständigen merkt man ja schon jetzt, dass Empfehlungen nicht mehr ausschließlich über Google laufen, sondern über Karten, Bewertungen, Branchenportale und zunehmend eben auch KI-Antworten. Wenn ChatGPT oder ein anderes System bei einer konkreten Frage passende Anbieter nennt, möchte man natürlich nicht unsichtbar bleiben.

Gleichzeitig sollte man bei den ganzen Sichtbarkeits-Scores und KI-Audits etwas auf dem Teppich bleiben. Im Artikel wird das zwar erwähnt, aber für meinen Geschmack könnte man es noch deutlicher sagen: Eine Momentaufnahme in einem bestimmten Modell ist kein verlässlicher Marktanteil und schon gar keine Garantie für neue Kunden. Die Antworten ändern sich, je nachdem wie die Frage gestellt wird, welches Modell man nutzt und welche Quellen gerade verarbeitet wurden. Wer also mit einer Zahl wirbt, sollte auch erklären, was diese Zahl genau misst.

Was ich besonders wichtig finde, ist der Hinweis auf die Qualität der Inhalte. Strukturierte Daten und JSON-LD sind sicher sinnvoll, aber sie machen aus dünnen Marketingtexten noch keine gute Informationsquelle. Wenn auf einer Website nur steht, dass man „innovative, individuelle und ganzheitliche Lösungen“ anbietet, kann eine Maschine das zwar technisch sauber einordnen, für einen Menschen ist es trotzdem ziemlich nichtssagend. Praxisbeispiele, konkrete Leistungen, nachvollziehbare Preise oder zumindest klare Abläufe helfen meiner Meinung nach mehr als noch ein weiterer austauschbarer SEO-Text.

Auch die Konsistenz der Firmendaten klingt banal, wird aber erstaunlich oft nicht eingehalten. Unterschiedliche Schreibweisen, alte Telefonnummern oder mehrere Adressen auf verschiedenen Portalen sorgen nicht gerade für Vertrauen. Da kann ein strukturierter Datenbestand tatsächlich nützlich sein. Für kleine Unternehmen ist nur die Frage, wie viel Zeit und Geld sie dafür dauerhaft aufbringen können. Nicht jeder Betrieb hat eine Agentur oder jemanden im Haus, der sich laufend um Schema.org, Canonical-URLs und Aktualisierungsdaten kümmert.

Der Begriff GEO wirkt auf mich momentan ein bisschen wie das nächste Etikett auf viele bekannte SEO-Maßnahmen. Gute Inhalte, klare Struktur, seriöse Quellen, Fachwissen und echte Erwähnungen waren auch vor der generativen KI schon wichtig. Neu ist eher, dass die Ausspielung nicht mehr nur über eine Ergebnisliste erfolgt, sondern über zusammengefasste Antworten, in denen einzelne Anbieter möglicherweise gar nicht sichtbar werden. Das macht die Sache anspruchsvoller, aber nicht jede bewährte SEO-Grundlage plötzlich überflüssig.

Spannend finde ich den Gedanken, dass die eigene Website nur noch ein Teil des digitalen Gesamtbilds ist. Für eine Firma sollte es ja ohnehin nicht egal sein, was in Verzeichnissen, Medienartikeln, Bewertungsportalen oder sozialen Netzwerken über sie steht. Allerdings sehe ich bei solchen Publikationsnetzwerken auch die Gefahr, dass am Ende sehr viele ähnliche Unternehmensprofile entstehen und die Menge mit Qualität verwechselt wird. Mehr Veröffentlichungen bedeuten nicht automatisch mehr Glaubwürdigkeit.

Unterm Strich scheint mir der vernünftigste Ansatz zu sein, erst die eigenen Informationen aufzuräumen und dann zu prüfen, wo tatsächlich Lücken bestehen. Also: Was bietet das Unternehmen konkret an, für wen, mit welcher Erfahrung und mit welchen belegbaren Ergebnissen? Wenn diese Fragen klar beantwortet sind, können technische Auszeichnungen und eine bessere Verknüpfung durchaus helfen. Wer dagegen hauptsächlich versucht, irgendwie in KI-Antworten aufzutauchen, ohne substanziellen Inhalt zu liefern, wird vermutlich langfristig nicht weit kommen. Dafür braucht es dann auch keinen neuen Hype-Begriff.

Kabelsalat_Profi
Der Punkt mit den KI-Antworten als neue Vermittler wird echt oft unterschätzt, aber ich frag mich trotzdem wie man das im Alltag überhaupt zuverlässig prüfen soll. Wenn ich heute dieselbe Frage dreimal stelle und drei verschiedene Anbieter genannt bekomme, bringt einem so ein Vergleich doch nur begrenzt was. Vielleicht müsste man eher beobachten ob man über längere Zeit in verschiedenen Themenfeldern auftaucht, statt sich an einen einzelnen Test zu klammern. Das klingt allerdings nach ziemlich viel Aufwand und für einen kleinen Betrieb ist das wahrscheinlich schon wieder ein halber Beruf.

Interessant finde ich auch den Unterschied zwischen einem Unternehmen das wirklich fachlich gut ist und einem, das nur im Internet sehr ordentlich aussieht. Eine Firma kann perfekte Profile, tolle strukturierte Daten und viele Erwähnungen haben und trotzdem schlechte Arbeit abliefern. Umgekehrt gibt es bestimmt gute Handwerker oder Berater, die kaum Zeit für digitale Pflege haben und deshalb in diesen Systemen schlechter wirken als sie eigentlich sind. Das ist irgendwie eine neue Art von Schieflage, weil dann nicht unbedingt der Beste empfohlen wird, sondern der am saubersten dokumentierte.

Bei Bewertungen ist das ja ähnlich. Viele Sterne sehen erstmal überzeugend aus, sagen aber manchmal wenig über die konkrete Leistung aus, weil Leute aus ganz anderen Gründen bewerten. Einer beschwert sich über die Wartezeit, der nächste findet den Preis zu hoch und wieder jemand schreibt nur „alles super“. Eine KI müsste solche Dinge eigentlich im Zusammenhang lesen können, aber ich bezweifle, dass das immer so genau klappt. Am Ende wird aus vielen kleinen Aussagen vielleicht ein ziemlich grobes Bild gemacht.

Was mir im Artikel noch fehlt, ist die Frage nach Fehlern in den Daten. Wenn irgendwo eine alte Adresse oder falsche Dienstleistung gespeichert ist, kann sich das vermutlich lange halten und dann immer wieder weiterverbreitet werden. Das ist bei Menschen schon nervig, bei automatischen Systemen aber noch mehr, weil ein falscher Eintrag dann plötzlich seriös klingt, nur weil er ordentlich formatiert ist. Strukturierte Fehler bleiben am Ende trotzdem Fehler, nur besser verpackt.

Und bei den ganzen Firmenprofilen in verschiedenen Netzwerken stelle ich mir auch die Frage, wer eigentlich dauerhaft kontrolliert, ob diese Angebote noch existieren. Heute gibt es ein Portal, morgen wird es umgebaut oder eingestellt, und irgendwo bleiben dann alte Seiten zurück. Links und Profile sind ja nicht automatisch für immer aktuell. Vielleicht wäre eine regelmäßige digitale Inventur sinnvoll, aber das hört sich schon wieder nach Excel Tabellen und Erinnerungen im Kalender an, also genau nach dem Zeug das viele Selbstständige gerne vor sich herschieben.

Die Sache mit Fachartikeln und Gastbeiträgen sehe ich etwas kritisch. Wenn jede Agentur anfängt, für ihre Kunden möglichst viele Interviews und Veröffentlichungen zu organisieren, entsteht schnell ein riesiger Berg an Texten, die sich nur minimal unterscheiden. Dann wird Expertise einfach behauptet, anstatt wirklich gezeigt. Ein echter Erfahrungsbericht mit konkreten Zahlen oder auch mal einem Fehler ist doch viel glaubwürdiger als zehn glattgebügelte Beiträge mit denselben Phrasen von Innovation und nachhaltiger Qualität.

Außerdem frage ich mich, ob Unternehmen irgendwann anfangen werden, ihre Inhalte hauptsächlich für Maschinen zu schreiben. Wenn jeder Absatz auf eindeutige Begriffe und perfekte Struktur getrimmt wird, liest sich das vermutlich irgendwann ziemlich steril. Kunden wollen meistens nicht nur eine korrekt ausgezeichnete Dienstleistung finden, sondern auch merken, ob ihnen jemand sympathisch und vertrauenswürdig vorkommt. Diese menschliche Einschätzung lässt sich wahrscheinlich nicht vollständig in Schema.org Felder pressen.

Trotzdem ist der Gedanke an eine Art digitales Grundbuch für Unternehmensinformationen nicht schlecht. Gerade bei Firmen mit mehreren Standorten, verschiedenen Marken oder häufig wechselnden Angeboten kann eine klare Zuordnung helfen. Nur sollte man dabei nicht so tun, als wäre technische Ordnung schon gleichbedeutend mit Qualität. Ein ordentlich beschrifteter Karton sagt ja auch noch nichts darüber aus, was drin liegt.

Für Selbstständige wäre vielleicht eine einfache Prioritätenliste hilfreicher als noch ein neues Fachwort. Erst stimmen die Kontaktdaten, dann die Leistungen, dann ein paar gute Beispiele und erst danach die komplizierteren Auszeichnungen. Sonst verliert man sich schnell in technischen Details und merkt am Ende, dass die wichtigste Telefonnummer auf der Startseite trotzdem falsch ist. Das wäre dann GEO auf dem Papier, aber in echt eher ein digitaler Irrgarten.

Spannend bleibt auch, wie sich das mit bezahlten Empfehlungen entwickeln wird. Wenn Unternehmen dafür zahlen können, in bestimmten Netzwerken stärker aufzutauchen, muss für Nutzer klar erkennbar sein, ob eine Empfehlung redaktionell, datenbasiert oder einfach Werbung ist. Sonst vertrauen Leute einer Antwort, die vielleicht nur deshalb so formuliert wurde, weil irgendwo ein Vertrag dahintersteht. Gerade bei Gesundheit, Finanzen oder rechtlichen Themen wäre das ziemlich heikel.

Insgesamt glaube ich deshalb, dass KI Sichtbarkeit wichtig wird, aber nicht als isoliertes neues Spezialgebiet neben allem anderen. Es ist eher eine zusätzliche Prüfung dafür, ob ein Unternehmen überhaupt verständlich und glaubwürdig erklärt, wer es ist und was es kann. Wer das schon ordentlich macht, hat wahrscheinlich einen Vorteil. Wer nur versucht, mit möglichst vielen Profilen und Schlagwörtern vorzukommen, baut sich vielleicht eher einen sehr großen digitalen Luftballon.
Interessant finde ich vor allem, dass Selbstständige künftig nicht nur ihre Website pflegen, sondern ihre Expertise über Fachportale, Bewertungen und andere vertrauenswürdige Quellen sichtbar machen müssen.
Ein Punkt, der mir noch fehlt: Gerade bei kleinen Betrieben dürfte die größte Hürde weniger das technische Verständnis als die laufende Pflege aller Profile, Verknüpfungen und Inhalte sein – ohne feste Zuständigkeit veralten solche Systeme doch ziemlich schnell.
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