Google startet Spam-Update: Händler sollen Rankings jetzt genau prüfen

KI-generiert
27.09.2026 30 mal gelesen 1 Kommentare

Google-Spam-Update startet SEO-Prüfphase für Händler

Google hat am 24. September 2026 ein neues Spam-Update für die Suche gestartet. Nach Angaben von etailment betrifft das „September 2026 spam update“ weltweit alle Sprachen und kann bis zu zwei Wochen ausgerollt werden.

Der Start erfolgte laut Google Search Status Dashboard am 24. September um 09:15 Uhr PDT, also um 18:15 Uhr MESZ. Wenn Google den vollständigen Zeitraum ausschöpft, kann der Rollout bis zum 8. Oktober 2026 laufen.

Start des Updates24. September 2026
Startzeit09:15 Uhr PDT beziehungsweise 18:15 Uhr MESZ
Voraussichtliches Ende8. Oktober 2026
GeltungsbereichWeltweit und für alle Sprachen

Für Händler bedeutet der laufende Rollout, dass einzelne Tageswerte bei Rankings, Sichtbarkeit und organischem Traffic nur eingeschränkt belastbar sind. etailment empfiehlt deshalb, ungewöhnliche Ausschläge seit dem Abend des 24. September nicht vorschnell Kampagnen, dem Sortiment oder einer veränderten Nachfrage zuzuschreiben.

Traffic und Rankings nach Seitentypen auswerten

Statt ausschließlich die Gesamtwerte einer Domain zu betrachten, sollten Händler die Entwicklung nach Seitentypen segmentieren. Genannt werden unter anderem Kategorie-Templates, Produktdetailseiten, Ratgeberbereiche, Landingpages für Marken oder Städte, internationale Sprachversionen sowie Seiten mit Affiliate-, Partner- oder nutzergenerierten Inhalten.

Ein Rückgang in nur einem Template oder Sprachbereich kann auf eine andere Ursache hindeuten als ein gleichmäßiger Verlust über alle organischen Google-Einstiege. Händler sollten daher prüfen, ob Impressionen, Klickrate oder Conversion zurückgehen und ob eher Informationsseiten am Anfang des Funnels oder transaktionale Kategorie- und Produktseiten betroffen sind.

  • Kategorie-Templates
  • Produktdetailseiten
  • Ratgeberbereiche
  • Landingpages für Marken oder Städte
  • Internationale Sprachversionen
  • Affiliate-, Partner- und nutzergenerierte Inhalte

Infobox: Der zentrale Prüfauftrag besteht darin, Traffic-Ausreißer seit dem 24. September nach Templates, Kategorien und Content-Flächen zu untersuchen. Eigene Änderungen sollten parallel dokumentiert werden.

Welche Spam-Risiken Google-Händler prüfen sollten

Google beschreibt Spam als Praktiken, die Nutzer täuschen oder Suchsysteme manipulieren sollen. Verstöße können automatisiert oder manuell erkannt werden und laut den Google-Spamrichtlinien zu niedrigeren Rankings führen oder dazu, dass Seiten gar nicht in Suchergebnissen erscheinen.

Im Shop-Umfeld geht es dabei nicht nur um Cloaking, versteckte Links oder Keyword-Stuffing. Als weitere mögliche Grenzbereiche nennt etailment automatisiert erzeugte Ratgeber- oder Kategorieseiten ohne eigenen Nutzwert, massenhaft erstellte lokale Landingpages mit austauschbarem Text, ungeprüfte UGC-Flächen, Partnerseiten mit optimierten Links sowie Drittinhalte, die vor allem von der Domain-Autorität eines Shops profitieren sollen.

Auch technische Altlasten sollten in die Prüfung einbezogen werden. Dazu gehören Weiterleitungen, die für Nutzer anders wirken als für Crawler, sowie kompromittierte Seiten, auf denen unbemerkt Spam-Inhalte eingeschleust wurden.

  • Automatisiert erzeugte Ratgeber- oder Kategorieseiten ohne eigenen Nutzwert
  • Massenhaft erstellte lokale Landingpages mit austauschbarem Text
  • Ungeprüfte nutzergenerierte Inhalte
  • Partnerseiten mit optimierten Links
  • Drittinhalte mit geringem eigenem Mehrwert
  • Weiterleitungen mit unterschiedlicher Darstellung für Nutzer und Crawler
  • Kompromittierte Seiten mit eingeschleusten Spam-Inhalten

Infobox: Händler sollten sowohl Inhalte als auch technische Strukturen überprüfen. Ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen einer einzelnen Veränderung und dem Update ist während des laufenden Rollouts jedoch nicht automatisch belegt.

Keine voreiligen Löschungen während des Rollouts

etailment rät davon ab, während des Rollouts ganze Bereiche hektisch umzustellen oder zu löschen. Solche Eingriffe können die spätere Diagnose erschweren, weil sich Veränderungen durch Google nicht mehr klar von eigenen Anpassungen unterscheiden lassen.

Stattdessen sollten Händler ein kurzes Logbuch führen. Darin können Deployments seit dem 24. September, neue Content-Programme, Feed-Importe, Übersetzungen, Partnerintegrationen und kurz zuvor ausgerollte SEO-Änderungen festgehalten werden.

Diese Dokumentation hilft dabei, Schwankungen in den Google-Daten von eigenen Eingriffen zu trennen. Eine belastbare Gesamtbewertung sollte nach Angaben von etailment erst nach Abschluss des Rollouts vorgenommen werden.

Infobox: Während des laufenden Updates steht die saubere Dokumentation im Vordergrund. Umfangreiche Änderungen sollten vermieden werden, bis die Auswirkungen des Rollouts besser eingeordnet werden können.

Generative KI ist nicht automatisch der Auslöser

Ein besonderer Fokus des September-Updates auf Künstliche Intelligenz ist bislang nicht bestätigt. etailment verweist unter Berufung auf OnlineMarketing.de darauf, dass Google keine Details zu betroffenen Bereichen nennt und Rankings, Sichtbarkeit sowie organischer Traffic die zentralen Indikatoren für SEOs bleiben.

Der Einsatz generativer KI allein ist damit kein belegter Spam-Tatbestand.

Problematisch wird es nach den Google-Richtlinien dort, wo viele Seiten hauptsächlich für Rankings entstehen und Nutzern wenig oder keinen Mehrwert bieten. Das gilt unabhängig davon, ob die Inhalte per KI, per Feed-Import oder redaktionell recycelt wurden.

Produktbeschreibungen, Beratungstexte und FAQ-Blöcke sollten deshalb nach ihrem tatsächlichen Zweck und ihrer Qualität bewertet werden. Entscheidend ist, ob sie bei Auswahl, Verfügbarkeit, Vergleich, Pflege, Größen, Kompatibilität oder Retourenvermeidung helfen oder lediglich Suchbegriffe über tausende URLs multiplizieren.

Infobox: Nicht der Einsatz generativer KI allein steht im Mittelpunkt, sondern der Nutzwert der erzeugten Seiten. Seiten ohne ausreichenden Mehrwert können unabhängig von ihrer Erstellungsmethode ein Ranking-Risiko darstellen.

Viertes bestätigtes Spam-Update im Jahr 2026

Im Google Search Status Dashboard stehen für 2026 bereits Spam-Updates im März, Juni und August. Das September-Update ist damit laut etailment das vierte bestätigte Spam-Update des Jahres.

Diese Abfolge erhöht die Wahrscheinlichkeit sichtbarer Bewegungen in SEO-Daten. Sie belegt jedoch nicht, dass jeder Verlust durch Spam-Signale ausgelöst wurde.

Spam-Updates 2026 vor SeptemberMärz, Juni und August
September-UpdateViertes bestätigtes Spam-Update des Jahres

Infobox: Die bisher bestätigten Updates können zu Bewegungen in SEO-Daten beitragen. Ein einzelner Sichtbarkeits- oder Traffic-Verlust lässt sich daraus jedoch nicht automatisch als Spam-Folge ableiten.

Rollout-Ende als nächster Prüfpunkt

Bis zum Ende des Rollouts sollten Händler tägliche Ausschläge dokumentieren, ohne voreilige Gesamtschlüsse zu ziehen. Nach Abschluss der Ausspielung kann anhand der segmentierten Daten geprüft werden, ob SEO, Content, Technik, Partnersteuerung oder Sortiment reagieren müssen.

Der konkrete Arbeitsauftrag lautet laut etailment, Traffic-Ausreißer seit dem 24. September nach Templates, Kategorien und Content-Flächen zu prüfen, eigene Änderungen parallel festzuhalten und die belastbare Bewertung erst nach dem Ende des Rollouts vorzunehmen.

Infobox: Der Rollout kann bis zum 8. Oktober 2026 dauern. Bis dahin sollten Händler Veränderungen systematisch erfassen und die abschließende Diagnose zurückstellen.

Quellen:

Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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Ich finde den hinweis mit dem logbuch eigendlich am sinnvollsten, auch wenn man im stress bestimmt erstmal alles umwerfen will. Viele shops sehen irgendwo minus 20 prozent und denken sofort Google hat sie abgestraft, dabei kanns ja auch saison, tracking oder einfach weniger nachfrage sein, keine ahnung. Gerade das segmentieren nach produktseiten kategorien und ratgebern wird bestimmt oft vergessen weil man nur auf die eine große sichtbarkeits zahl starrt.

Bei den KI texten ist es auch gut mal nicht direkt in panik zu geraten. KI ist ja nicht automatisch spam, sonst wären warscheinlich ziemlich viele seiten schon weg. Das problem ist eher wenn tausende fast gleiche texte online stehen die nur ein paar suchwörter austauschen, da braucht man kein Google experte sein um zu merken das sowas für nutzer eher nervig ist. Wobei ich mich frage wie Google wirklich erkennt ob ein text von einem menschen, einer KI oder einem sehr motivierten Praktikanten kommt, warscheinlich garnicht so eindeutig wie immer getan wird.

Die lokalen landingpages sind meiner meinung nach ein riesen thema. Bei jeder stadt die gleiche seite mit nur dem Stadtnamen geändert, bringt dem kunden ja nicht wirklich was. Andererseits machen das viele weil es früher wohl funktioniert hat, und wenn es dann plötzlich nicht mehr funktioniert wird wieder behauptet Google sei unberechenbar. Vielleicht sollte man bei solchen seiten einfach echte infos einbauen, lieferzeiten für die region, abholung, ansprechpartner oder was auch immer, anstatt nur 500 mal das wort kaufen zu schreiben.

Auch die UGC und Partnerbereiche werden gerne vergessen. Wenn andere leute links setzen oder texte einstellen, gehört das trotzdem zur eigenen domain und man kann nicht sagen dafür sind wir nicht verantwortlich. Das mit den kompromitierten seiten finde ich besonders heikel, weil ein shop vielleicht garnicht merkt das irgendwo komische viagra texte oder links im system liegen. Da würde ich nicht nur Search Console angucken sondern auch mal die alten unterseiten und weiterleitungen, wobei das bei großen shops sicher ein mega aufwand ist.

Ich würde aber wirklich warten bis der rollout vorbei ist bevor ich ganze kategorien lösche. Sonst weiß man danach garnicht mehr was eigendlich den ausschlag gegeben hat. SEO ist sowieso schon genug detektiv arbeit, da muss man sich nicht noch selber falsche spuren legen. Erst daten sammeln, änderungen notieren und dann prüfen klingt langweilig aber vermutlich ist genau das der bessere weg. Und bis 8. Oktober ist es ja noch ein bischen hin, wobei Google natürlich auch früher fertig sein kann und keiner genau weiß was dann noch nachwirkt.
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