Google erleichtert A/B-Tests und warnt vor sinkendem Website-Traffic durch KI-Suche

KI-generiert
26.08.2026 9 mal gelesen 0 Kommentare

Google vereinfacht A/B-Tests für Suchanzeigen

Google hat laut ALM Corp am 24. August 2026 eine vereinfachte Benutzeroberfläche für A/B-Tests von Suchkampagnen angekündigt. Werbetreibende sollen Leistungstests im Google Ads Manager mit wenigen Mausklicks einrichten können, ohne den Testprozess oder die Prinzipien des Anzeigenauktionsmechanismus im Detail verstehen zu müssen.

Das aktualisierte Dashboard führt Nutzer zunächst zur Auswahl einer bestehenden Kampagne. Anschließend können sie aus einer begrenzten Auswahl an Parametern und vorgeschlagenen Vergleichen wählen, die auf die Kampagne angewendet werden. Google übernimmt dabei die technische Ausgestaltung der Unterschiede, die bisher von Werbetreibenden selbst geplant werden musste.

Nach Darstellung von ALM Corp soll dadurch insbesondere die Einrichtung von Experimenten weniger zeitaufwändig und weniger komplex werden. Für aussagekräftigere Ergebnisse wird empfohlen, eine bestimmte Anzeigengruppe anstelle einer gesamten Kampagne auszuwählen; einzelne Anzeigen müssen jedoch nicht separat ausgewählt werden.

Die neue Oberfläche unterstützt außerdem Vergleichstests mit AI Max. Werbetreibende können damit prüfen, welche Auswirkungen die KI-Funktionen von Google auf ihre Konten und deren Performance haben, bevor sie über einen breiteren Einsatz entscheiden.

ALM Corp ordnet die Neuerung in die zunehmende Automatisierung der Suchmaschinenwerbung durch Smart Bidding, Broad Match sowie KI-gestützte Kampagnentypen und Einstellungen ein. Vereinfachte Testmöglichkeiten sollen die Bewertung von Entscheidungen erleichtern und auch kleineren Unternehmen ermöglichen, ihre Suchmaschinenwerbung auf kontrollierten Experimenten aufzubauen.

„Anstatt die KI-Funktionen einfach zu aktivieren und auf das Beste zu hoffen, können Werbetreibende ein kontrolliertes Experiment durchführen und selbst feststellen, welchen Einfluss die KI auf ihre Performance hat.“ – ALM Corp

Auch der Performance Planner wurde erweitert. Werbetreibende können laut ALM Corp nun sehen, wie sich Änderungen an Geboten oder Budgetzielen auf die Performance einer Kampagne auswirken würden, bevor sie diese Änderungen vornehmen. Empfohlene Anpassungen lassen sich anschließend mit einem einzigen Klick anwenden.

Das aktualisierte Testverfahren soll im Laufe des Septembers 2026 schrittweise eingeführt werden. Die Verfügbarkeit kann während der Einführungsphase je nach Kontotyp und Standort variieren.

Zusammenfassung: Google erleichtert A/B-Tests für Suchkampagnen, erweitert den Performance Planner um Prognosen zu Geboten und Budgetzielen und ermöglicht Vergleichstests mit AI Max. Die schrittweise Einführung ist für September 2026 angekündigt.

Google Zero: Sichtbarkeit führt immer seltener zu Website-Besuchen

Der zweite Beitrag des Pressespiegels stammt von Xpert.Digital – Konrad Wolfenstein und wurde am 26. August 2026 veröffentlicht beziehungsweise aktualisiert. Der Artikel beschreibt unter dem Begriff „Google Zero“ eine Entwicklung, bei der Suchanfragen zunehmend direkt auf der Ergebnisseite beantwortet werden, ohne dass Nutzer auf eine Website klicken.

Als zentralen Treiber nennt der Beitrag die flächendeckende Einführung von KI-Zusammenfassungen, den sogenannten AI Overviews. Diese fassen Informationen aus mehreren Quellen zusammen und liefern eine vollständige Antwort direkt in den Suchergebnissen. Dadurch können Unternehmen sichtbar und sogar als Quelle genannt sein, ohne unmittelbar Besucher auf ihre Website zu erhalten.

Untersuchungen auf Basis von Similarweb-Clickstream-Daten zeigen laut Xpert.Digital, dass in den ersten vier Monaten des Jahres 2026 rund 68 Prozent aller US-amerikanischen Google-Suchanfragen ohne einen Klick auf eine Website endeten. Im Jahr 2024 waren es rund 60 Prozent. Von 1.000 Suchanfragen erreichten damit 276 das offene Web, während es 2024 noch 374 waren.

Andere Erhebungen kommen dem Beitrag zufolge auf Werte zwischen 60 und 65 Prozent. Xpert.Digital betont, dass die genaue Prozentzahl von Methodik und Zeitraum abhängt, die Untersuchungen jedoch dieselbe Richtung zeigen: Der Anteil der Suchanfragen mit Besuch einer fremden Website schrumpft kontinuierlich.

Die Reichweite der AI Overviews wird im Artikel je nach Studie mit zwischen 20 und knapp 60 Prozent aller Google-Suchanfragen angegeben. In Branchen wie Gesundheitswesen oder Bildung, in denen überwiegend informationelle Fragen gestellt werden, liegt die Abdeckung demnach deutlich höher und teilweise bei über 80 Prozent.

MessgrößeWert
Google-Suchanfragen ohne Website-Klick, erste vier Monate 2026rund 68 Prozent
Google-Suchanfragen ohne Website-Klick, 2024rund 60 Prozent
Suchanfragen, die von 1.000 das offene Web erreichten, 2026276
Suchanfragen, die von 1.000 das offene Web erreichten, 2024374
AI Overviews je nach Studiezwischen 20 und knapp 60 Prozent

Eine Untersuchung von Seer Interactive wertete laut dem Artikel 53 Marken, 5,47 Millionen Suchanfragen und 2,43 Milliarden Impressionen zwischen Januar 2025 und Februar 2026 aus. Bei Suchanfragen mit AI Overview lag die organische Klickrate demnach bei 0,61 Prozent, verglichen mit 1,62 Prozent ohne AI Overview. Bei bezahlten Anzeigen sank die Klickrate im gleichen Untersuchungszeitraum von 19,7 auf 6,34 Prozent.

Das Pew Research Center kam laut Xpert.Digital zu einem vergleichbaren Ergebnis. Nutzer klickten nur in 8 Prozent der Fälle auf ein organisches Suchergebnis, wenn eine KI-Zusammenfassung angezeigt wurde, gegenüber 15 Prozent ohne eine solche Zusammenfassung. Auf einen in der KI-Zusammenfassung selbst zitierten Quellenlink klickten nur etwa 1 Prozent der Nutzer.

BereichMit AI OverviewOhne AI Overview
Organische Klickrate laut Seer Interactive0,61 Prozent1,62 Prozent
Klickrate bezahlter Anzeigen laut Seer Interactive6,34 Prozent19,7 Prozent
Organisches Suchergebnis laut Pew Research Center8 Prozent15 Prozent

Der Beitrag berichtet zugleich von einer leichten Erholung der organischen Klickrate bei Suchanfragen mit AI Overview. Sie stieg von 1,3 Prozent im Dezember 2025 auf 2,4 Prozent im Februar 2026, was einem Anstieg von 85 Prozent innerhalb von zwei Monaten entspricht. Seiten, die in einer AI Overview als Quelle zitiert wurden, erreichten eine Klickrate von rund 2,1 Prozent, während nicht zitierte Seiten auf derselben Ergebnisseite lediglich 0,9 Prozent erzielten.

Die Werte blieben damit laut Xpert.Digital unter der Basislinie von etwa 3,3 Prozent für Suchanfragen ohne KI-Zusammenfassung. Die Erholung wird daher nicht als Rückkehr zur früheren Normalität beschrieben, sondern als Verschiebung auf ein weiterhin niedrigeres Niveau.

Bei Markensuchanfragen zeigte sich ein gegenläufiger Trend. Die Klickrate stieg von 2,8 Prozent Anfang 2025 auf 3,8 Prozent im Februar 2026. Der Artikel leitet daraus ab, dass KI-Zusammenfassungen bei allgemeinen Fragen den Klick ersetzen können, bei einer bereits vorhandenen Markenpräferenz jedoch weiterhin einen Besuch auslösen.

Suchanfrage beziehungsweise SeiteKlickrate
Mit AI Overview, Dezember 20251,3 Prozent
Mit AI Overview, Februar 20262,4 Prozent
Als Quelle zitierte Seiterund 2,1 Prozent
Nicht zitierte Seite auf derselben Ergebnisseite0,9 Prozent
Suchanfragen ohne KI-Zusammenfassungetwa 3,3 Prozent
Markensuchanfragen Anfang 20252,8 Prozent
Markensuchanfragen im Februar 20263,8 Prozent

Xpert.Digital weist darauf hin, dass Sichtbarkeit trotz sinkender Klickzahlen nicht wertlos ist. Marken, die in einer AI Overview erwähnt werden, erhalten laut dem Beitrag innerhalb von 24 Stunden im Schnitt eine 2,1-fach höhere Anzahl an Markensuchen als nicht erwähnte Marken. Dieser indirekte Effekt lässt sich mit klassischen Last-Click-Modellen nur schwer abbilden, wenn zwischen Erwähnung und späterer Suche oder Transaktion mehrere Tage oder Wochen liegen.

Gleichzeitig wird der unmittelbare Traffic-Verlust nicht durch diese verzögerte Wirkung ausgeglichen. Untersuchungen des Beratungsunternehmens Bain zufolge greifen rund 80 Prozent der Verbraucher in mindestens 40 Prozent ihrer Suchanfragen auf Zero-Click-Ergebnisse zurück. Der organische Web-Traffic sinkt dadurch insgesamt schätzungsweise um 15 bis 25 Prozent.

Auch die Bedeutung des ersten organischen Suchtreffers hat sich nach Darstellung von Xpert.Digital verändert. Eine Analyse von Ahrefs zeigt, dass die Klickrate auf Position eins bei Suchanfragen mit AI Overview um 58 Prozent einbrach und von 7,3 Prozent im Dezember 2023 auf 1,6 Prozent im Dezember 2025 fiel.

Der Artikel stellt deshalb das klassische Ranking als alleinigen Erfolgsindikator infrage. Für Unternehmen, Marketingverantwortliche und Publisher wird neben der Sichtbarkeit zunehmend relevant, ob eine Marke in KI-Antworten genannt wird, spätere Markensuchen auslöst und in einem veränderten Messmodell berücksichtigt werden kann.

Position eins mit AI OverviewWert
Dezember 20237,3 Prozent
Dezember 20251,6 Prozent
Rückgang58 Prozent

Zusammenfassung: Xpert.Digital beschreibt eine zunehmende Entkopplung von Suchsichtbarkeit und Website-Traffic. AI Overviews senken laut den im Artikel genannten Untersuchungen die Klickwahrscheinlichkeit, während Markenerwähnungen zugleich spätere Markensuchen fördern können.

Quellen:

Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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